Thema: Beziehung zwischen Teenagern und Erwachsenen


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Forum: Politik und Gesellschaft
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  1. #1

    Standard Beziehung zwischen Teenagern und Erwachsenen

    Liebe Forum Gemeinde,

    bin beim Surfen im Internet auf folgenden Artikel gestoßen:

    »Die Initiative ging von mir aus« - Liebe & Partnerschaft

    Österreich: 43-jährige Renata ist schwanger von 16-jährigem Ervin - Nachrichten Panorama - WELT ONLINE

    Ich sehe die Sache eher kritisch. An sich finde ich persönlich den Altersunterschied schon viel zu groß, dass wär für die meisten Erwachsenen meistens schwer zu händeln, aber das so etwas auf Dauer ein Minderjähriger gut finden soll wage ich selber zu bezweifeln. Ich finde es generell von der Renata Juras verwerflich solch eine Beziehung eingegangen zu sein, aber sich dann noch von ihm schwängern zu lassen, obwohl er noch nicht mal einen Schulabschluss hat geschweige denn eine Berufsausbildung/Studium empfinde ich als unverantwortlich. Davon mal abgesehen, wenn sie wirklich nichts weiter als eine normale Beziehung mit ihm führen möchte, warum schreibt sie dann noch ein Buch darüber, so dass sie noch mehr die Aufmerksamkeit der Medien/Menschen auf sich zieht? Für mich absolut nicht nachvollziehbar. Ich will ja nicht sagen, dass der Junge absolut unmündig ist und nicht denken kann, aber ich bin nicht davon überzeugt, dass er die Konsequenzen für die Zukunft bzw. deren Tragweite schon richtig einschätzen kann. Was mir schlussendlich selber noch in Sinn kam war, wie die Sache in den Medien behandelt worden wäre, wenn es umgekehrt gewesen wäre, also ein 41jähriger Mann und ein 13jähriges Mädchen? Natürlich kann ich in der Richtung nur spekulieren, aber ich glaube, dass da der Aufschrei noch viel größer gewesen wäre.

    Wie seht ihr die Sache? Eher kritisch oder eher nach dem Motto "Jeder soll sein Leben gestalten wie er möchte"? Über einen regen Meinungsaustausch freue ich mich, bitte aber dabei sachlich bleiben und keine Beleidigungen unterster Schublade posten. Ach ja, bevor jemand mit dem Argument "die ist ja pädophil" etc... kommt, bitte folgendes durchlesen: Pädophilie

  2. #2

    Standard

    Ich glaube, dass sie ein Buch darüber geschrieben hat, hatte vielleicht den Grund, dass sie hofft, dadurch Verständnis zu finden für ihre eigene Beziehung und auch für andere in ähnlichen Situationen. Denn eben dieses Verständnis ist kaum vorhanden, sonst würde es auch diesen Tread hier nicht geben…

    Meine Meinung dazu. Es gibt so viele Beziehungen, die scheitern und das bereits nach wenigen Monaten - zwischen Leuten die beide erwachsen und gleichaltrig sind. Also scheinen die beiden nicht alles falsch zu machen. Ich finde es grässlich, Menschen immer so oberflächlich zu beurteilen. Irgendjemand hat einfach eine Grenze festgelegt, ab dem Menschen für sich selbst entscheiden können, ab wann sie lieben und Sex haben dürfen. Sicher passiert das erstmal zum Schutz der „Minderjährigen“ – Aber niemand denkt an die, die diesen Schutz nicht wollen. Es gibt genug Menschen, die mit 20 noch als gemindert straffähig gelten, weil sie eben noch nicht geistig so weit sind, wie sie in dem Alter sein sollten. Wieso wird grundsätzlich ausgeschlossen, dass ein Mensch nicht auch geistig weiter sein kann, als das Gesetz es ihm vorschreibt. Es gibt wenige junge Menschen, die ihrem Alter voraus sind. Warum sollten sie dann eine Händchenhalt-Beziehung mit einem Mädchen ihres Alters anfangen, die noch davon träumt Hanna Montana zu sein?

    Jeder sollte so leben dürfen, wie er möchte. Und solange zwei Menschen glücklich miteinander sind, sollte es doch dem Rest der Welt egal sein, ob beide das gleiche Geschlecht haben, verschiedene Hautfarben oder einen größeren Altersunterschied! Bevor man einer solchen freiwilligen Beziehung zweier Menschen den schwarzen Peter zuschiebt sollte man lieber daran denken, das es in großen Teilen der Erde noch Gang und Gebe ist, das Mädchen, die deutlich jünger sind, GEGEN IHREN WILLEN mit Männern verheiratet werden, die ihr Vater oder sogar Großvater sein könnten!

  3. #3

    Standard

    Ich kann das Verhalten der beiden zwar keinesfalls nachvollziehen, aber Sissys Antwort ist verdammt überzeugend; vor allem der letzte Absatz ist klasse.......

  4. #4

    Standard

    Sissy, wenn ich mich recht erinnere hast du eine relativ junge Tochter(?).

    Es wäre für dich völlig in Ordnung wenn sie, um beim Beispiel zu bleiben, mit 16 einen 43-Jährigen Mann mit nach Hause bringt?

  5. #5

    Standard

    Genau, es geht darum, dass man in jungen Jahren einfach noch nicht weiß was gut für einen ist.

    Man gibt das als Teenager niemals zu, aber die meisten von uns wissen, dass unsere Eltern sehr oft recht behielten was Entscheidungen und ihre Folgen für die Zukunft angeht.

    Wenn wir in Europa anfangen Beziehnungen zwischen Opis und Jungfern einfach zu tolerieren, haben wir hier Verhältnisse wie in manchen afrikanischen oder arabischen Ländern. Über die sich die meisten ja gerne offenkundig aufregen, meistens zu recht.

  6. #6

    Standard

    Zitat Zitat von ziggyx Beitrag anzeigen
    Sissy, wenn ich mich recht erinnere hast du eine relativ junge Tochter(?).
    Es wäre für dich völlig in Ordnung wenn sie, um beim Beispiel zu bleiben, mit 16 einen 43-Jährigen Mann mit nach Hause bringt?
    Käme sicher auf den Mann an, würde ich mal sagen. Wenn es ein junggebliebener, intelligenter, gepflegter Mann ist, der mir glaubhaft machen kann, das er nicht nur irgendein perverses sexuelles Interesse an meiner Tochter hat, sondern ehrliche Gefühle, die sie auch erwidert, hat es doch letztlich eh keinen Sinn es ihr zu verbieten. Und es könnte auch schlimmer sein!

    Aber zum einen muss ich mir bei ihr da noch nicht so viele Sorgen machen, da sie eben nicht zu den völlig frühreifen gehört.
    Und zum anderen, wenn sie eine solche Beziehung hätte, wäre es mir lieber, ich wüsste davon und würde den Mann kennen, als wenn sie es hinter meinem Rücken trotzdem macht. Die meisten Teenager fühlen sich durch Verbote doch nur erst Recht dazu animiert, genau das zu tun. Und ich nehme an, in der Regel, wird eine solche Beziehung auch in absehbarer Zeit scheitern, weil die Lebenseinstellungen und die Interessen doch zu unterschiedlich sind, und beide Seiten merken, das es vielleicht doch nicht die perfekte Beziehung ist, die sie sich vorstellen.

    Zumindest sollten die Eltern und Freunde ein wenig ein Auge darauf haben, ob und wie freiwillig die Sache tatsächlich läuft. Aber andererseits sollte man das auch bei gleichaltrigen. Es gibt auch so genug Frauen, die von ihren Ehemännern geschlagen und misshandelt werden, ohne das es jemanden interessiert...

    Ich meine, für eine Mutter ist es doch eh immer was anderes. Es ist doch schon fast so was wie eine heilige Pflicht, das Kind vor allen Gefahren beschützen zu wollen. Sicher wäre ich nicht glücklich und würde noch mal versuchen, ihr ins Gewissen zu reden, aber das würde ich sicher auch, wenn sie Bungeejumpen will, oder sich bei Ärzte ohne Grenzen melden. Dinge, die ich bei guten Freunden sicher uneingeschränkt befürworten würde. Aber Als Mutter hat man da seinen Kindern gegenüber sicher immer noch mal eine andere Einstellung.
    Geändert von Sissy (24.01.2012 um 07:03 Uhr)

  7. #7

    Standard

    Was ich an dem Fall an erster Stelle ziemlich krass finde ist, dass eine 40-Jährige Sex mit einem 13-Jährigen hat. Der Junge war damals 2 Jahre älter als mein Neffe (!) jetzt, und für mich ist das einfach nicht in Ordnung, egal wie frühreif der Junge gewesen sein mag. Dabei mache ich ihm noch den geringsten Vorwurf, sondern frage mich, was das über die Frau aussagt, die sich darauf eingelassen hat. Bei von Boetticher haben sich auch alle gefragt, was es über die Reife dieses Mannes mittleren Alters aussagt, dass er sich auf eine Beziehung mit einer Minderjährigen einlässt, und ich finde diese Frage absolut berechtigt, auch wenn diese Frau nicht Ministerpräsidentin werden will. Und zu der Schwangerschaft kann ich nur sagen, dass mir da endgültig jegliches Verständnis fehlt (vor allem für die Frau, obwohl ich jetzt nicht nur auf ihr rumhacken will). Wenn 16-Jährige Väter und Mütter werden und das nur noch mit einem Schulterzucken wahrgenommen wird, als wäre es das normalste der Welt, dann ist das für mich definitiv erschreckend. Es kann mir keiner weißmachen, dass es für die Entwicklung eines jungen Teenagers auch nur annähernd optimal ist, wenn er Vater oder Mutter wird.

  8. #8

    Standard

    Ganz im Stil meines Vorposters beschränke ich mich hier mal auf Bewertungen ohne auch nur ein Argument vorzubringen:

    Ich kann mich eigentlich Sissys Meinung im Allgemeinen anschließen. Ich finde auch diesbezüglich die deutsche und insbesondere österreichische Gesetzgebung ziemlich sinnvoll im Gegensatz zu vielen anderen Staaten... dass nämlich im Großen und Ganzen ab 14 alles erlaubt ist.

    @Proletheus
    Etwas krass, nicht in Ordnung oder erschreckend zu finden ist ok. Es macht auch nichts, wenn dir das Verständnis für etwas fehlt, oder du dich sogar fragst was ein bestimmtes Verhalten über jemanden aussagt. Aber solltest du an dieser Stelle nicht aufhören. Solche Beiträge sind für mich schwer erträglich.
    Geändert von baedr (24.01.2012 um 14:17 Uhr)

  9. #9

    Standard

    Ich sehe es ein, dass es immer am besten ist, eine Meinung zu äußern, wenn man diese auch zugleich sachlich untermauert. Es gibt drei Gründe, warum ich das gestern nicht getan habe:

    - Es war 1:45 und ich wollte nicht noch stundenlang recherchieren
    - Ich kann mir fundiertes Wissen zu diesem Thema leider nicht aus den Fingern saugen, da ich kein Pädagoge oder Psychologe bin, und dieses im Netz zu finden ist auch nicht ganz einfach, da es sehr spezielle Themen sind
    - Ich glaube, dass der Planet schon lange tot wäre, wenn man sich an einer Diskussion erst dann beteiligen dürfte, wenn man zugleich in vollem Umfang argumentiert

    Spaß beiseite. Ich will niemandem etwas böses, auch nicht diesem exotischen Paar aus Österreich. Ich bin eben in einem Milieu aufgewachsen, das von konservativen Werten geprägt war, zu denen gehört, dass es wünschenswert ist, dass junge Menschen einen bestimmte Wegstrecke ihres Reifeprozesses schon hinter sich haben, bevor sie Eltern werden, und das ist mit 16 meiner Meinung nach mitnichten der Fall. Über die Konsequenzen von Teenieschwangerschaften für Mutter und Kind gibt es Stoff zuhauf im Netz, über "Jungväter" und was das für ihre Entwicklung bedeutet leider sehr wenig. Ich behaupte auch nicht, dass eine solche Konstellation grundsätzlich scheitern und/oder sich für alle Beteiligten negativ auswirken muss, ich bin nur davon überzeugt, dass sie große Nachteile mit sich bringt im Vergleich zur Elternschaft zu einem späteren Zeitpunkt, in dem Er oder Sie (oder beide) schon ganz anders im Leben stehen. In die Köpfe von 40-Jährigen, die sich mit Minderjährigen zusammentun, kann ich leider nicht schauen, und habe auf Anhieb auch keinen Stoff dazu gefunden.

    Mir ging es in erster Linie darum, mal eine "Gegenstimme" einzubringen, da ich das Gefühl hatte, dass der Tenor der Diskussion stark in die Richtung ging, dass das doch alles voll in Ordnung sei und jeder doch machen soll, was er will, wenn es ihn glücklich macht. Ich werde mich aber gerne weiter in das Thema vertiefen und Argumente finden, die meine Sicht untermauern (oder vielleicht lasse ich mich eines Besseren überzeugen, wer weiß).

  10. #10

    Standard

    Was wirklich in genau dieser Frau vorgeht, wenn sie Sex mit einem Teenager hat, kann ich natürlich nicht wissen, da ich sie nicht persönlich kenne und auch ihr Buch nicht gelesen habe, aber sicher könnte man einiges spekulieren. Vielleicht hat sie einfach schlechter Erfahrungen mit Männern ihres Alters gemacht, oder Männer ihres Alters erinnern sie an ihren Vater als sie jung war, oder auch harmloser, vielleicht ist sie einfach nur eine Frau, die der Erwartung, sich reif und erwachsen zu benehmen, wie es Männer ihres Alters verlangen würden, nicht gerecht werden möchte… Auf jeden Fall scheint sie in diesem Jungen etwas Besonderes zu sehen, sonst hätte sie nicht ihren Job seineswegen aufgegeben und eine Strafanzeige riskiert…

    Was den Jungen angeht. Das Phänomen, das ein Junge in seine Lehrerin (was sie ja war) verliebt ist, oder ein Mädchen in ihren Lehrer ist nichts Neues. Wenn ich mich richtig erinnere hatten wir das Thema hier auch schon im (damals noch Post-) Planeten.
    Dazu kommt, dass mir schon einige Männer erzählt haben, das sie ihre ersten sexuellen Erfahrungen schon mit 12 und 13 hatten und meist auch mit Frauen, die älter waren als sie und es von allen als durchaus positive Erfahrung gewertet haben… Aber das ist natürlich was anderes, als eine langjährige Beziehung mit Kind…

    Ich gehe auch irgendwie davon aus, dass vor allem sie sich ein Kind gewünscht hat und wohl auch die Hauptarbeit und Verantwortung für das Kind hat. Wohl eher als wäre sie alleinerziehend mit einem großen Sohn, der ihr mit dem Kleinen hilft… Trotzdem wäre für mich eher die Frage, Ob eine Frau in ihrem Alter wirklich noch ein Kind bekommen soll. Wenn das Kind in die Pubertät kommt, und mit seinen Eltern unterwegs ist, Glauben sie vielleicht noch, das sein Vater sein Vater ist, aber seine Mutter werden alle für seine Oma halten….

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