Thema: Pfingsten

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Dankesbaum3Dankeschöns
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  1. #1

    Standard Pfingsten

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    Was ich mal fragen wollte, ist wie denn nun Pfingsten gefeiert wird… Ich bin durchaus eine der weinigen, denen klar ist, WARUM Pfingsten gefeiert wird. Aber was mir unklar ist, ist was unsere netten christlichen Mitmenschen denn da machen. Sicher gehen sie in die Kirche und werden nach 2 bis 3 Stunden recht beseelt nach Hause gehen. Und dann? Anscheinen haben sie sich ja an Pfingsten nicht – wie bei diversen anderen Festen – schadlos bei heidnischen Bräuchen bedient. Also was? Rumsitzen und 2 Tage lang beten?

    Außerdem möchte ich mal die Frage aufwerfen – da in Deutschland Religionsfreiheit herrscht – ob einem das nicht auch das Recht gibt, einen Feiertag einer Religion, der man nicht anhängt, zu ignorieren und als ganz normalen Tag zu betrachten. Einfach weil es für jemanden, der dieser Religion nicht angehört, gar nichts zu „feiern“ gibt??? Ich finde es so dermaßen ignorant, das man bereits am Samstag drauf angesprochen wird, dann man ja nicht Rasenmähen könnte, da ja Pfingsten wäre. Ich habe meiner Nachbarin dann erstmal kurz erklärt, das Samstag überhaupt noch nicht Pfingsten ist (ich hab darauf verzichtet, ihr zu sagen, dass sie das ja wissen müsste, wenn ihr das so wichtig ist) Was soll das mit diesen gesetzlichen Feiertagen? Wenn wir wirklich Religionsfreiheit haben, sollten nur die die Feiertage feiern dürfen/müssen, die an die Gründe für diese Feiertage glauben und dann auch Andersgläubigen ihre Feiertage mit demselben Stellenwert zustehen.

  2. #2

    Standard

    Was mach ich als Christ über Pfingsten?
    Zelten, Grillen, Bier trinken...

  3. #3

    Standard

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Wenn wir wirklich Religionsfreiheit haben, sollten nur die die Feiertage feiern dürfen/müssen, die an die Gründe für diese Feiertage glauben und dann auch Andersgläubigen ihre Feiertage mit demselben Stellenwert zustehen.
    Eine solche "Feiertagsfreiheit" ist schlichtweg nicht umsetzbar, weil sie entweder in einem unsäglichen Chaos oder in einem bürokratischen Monstrum enden würde. Insofern hat diese Ordnung weniger mit fehlender Religionsfreiheit als mit Vernunft zu tun. Darüber hinaus sieht sich die Bundesrepublik Deutschland - unabhängig davon, wie man das bewertet oder nicht - auf Verfassungsebene eben dem Christentum historisch-gesellschaftlich besonders verpflichtet (womit ich persönlich gut leben kann ), und auch wenn das jetzt ein bisschen arg simpel klingt: die Christen sind - zumindest nominell - nach wie vor die Mehrheit.

  4. #4
    ELMER

    Standard

    Man kann Pfingsten auch mit nem Virus im Bett verbringen. Scheißegal welcher Religion man angehört.

  5. #5

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    Pfingsten?


  6. #6

    Standard

    Zitat Zitat von Iggy Beitrag anzeigen
    Was mach ich als Christ über Pfingsten?
    Zelten, Grillen, Bier trinken...
    klingt verdammt heidnisch, wenn Du mich fragst.

    Zitat Zitat von Proletheus Beitrag anzeigen
    ... auch wenn das jetzt ein bisschen arg simpel klingt: die Christen sind - zumindest nominell - nach wie vor die Mehrheit.
    Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich das Minderheitendiskriminierung nennen... vor allem, da zusätzliche Bürokratie Deutschland noch nie von etwas abgehalten hat!

  7. #7

    Standard

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich das Minderheitendiskriminierung nennen... vor allem, da zusätzliche Bürokratie Deutschland noch nie von etwas abgehalten hat!
    Ach was heißt schon "böse"... Es ist ein Thema welches in der nicht anonymen Öffentlichkeit vorsichtig behandelt werden muss. Es heißt ja die Freiheit des einen hört dort auf, wo die Freiheit des anderen anfängt. Und das samstagliche Rasenmähen lässt sich sicher unter diesem Gesichtspunkt betrachten. Genau genommen ist aber auch jeder Sonntag ein christlicher Feiertag. Ich denke es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder man schafft alle freien Tage ab, inkl. Samstag und Sonntag, und überlässt es den Unternehmen, Schulen, Läden etc. wann sie geschlossen haben. Der Staat sollte sich doch nicht um Einhaltung oder Verstoß von privatem Glaubensinhalt kümmern. Oder man ignoiert den religiösen Hintergrund, und abstrahiert die Feiertage als willkürlich staatlich verordnete Ruhezeit.
    und auch wenn das jetzt ein bisschen arg simpel klingt: die Christen sind - zumindest nominell - nach wie vor die Mehrheit.
    Traurig, aber leider wird tatsächlich so argumentiert... Bei der Kirche wird Leuten auch mal gekündigt bzw. eine Festanstellung verweigert, weil sie geschieden sind. Und das ganze passiert z.B. in Krankenhäusern die zu 0% von der Kirche finanziert werden. Da steht nur noch Kirche drauf, bezahlt wird das vom Staat. Das ist staatlich unterstützte weltanschauliche Diskriminierung. Und das mit der Mehrheit ist auch nicht ganz so einfach. Die meisten Feiertage sind explizit katholisch, und es leben mehr Atheisten als Katholiken in Deutschland. Macht sollte doch so gleichmäßig und fein wie möglich auf das Volk verteilt werden, und nicht von staatlicher Seite an derart untransparente, sehr zweifelhafte Organisationen abgegeben werden.

  8. #8

    Standard

    Zitat Zitat von baedr Beitrag anzeigen
    Genau genommen ist aber auch jeder Sonntag ein christlicher Feiertag. Ich denke es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder man schafft alle freien Tage ab, inkl. Samstag und Sonntag, und überlässt es den Unternehmen, Schulen, Läden etc. wann sie geschlossen haben. Der Staat sollte sich doch nicht um Einhaltung oder Verstoß von privatem Glaubensinhalt kümmern.
    Wäre zumindest ein vernünftiger Ansatz. Es gibt auch eine Menge Berufe, in denen an allen 7 Tagen in der Woche gearbeitet werden muss. Natürlich sollte jeder Mensch 2 freie Tage in der Woche haben, aber es wäre deutlich wirtschaftlicher, wenn es nicht bei allen die gleichen wären. Ich erinnere mich auch noch, als letztes oder vorletztes Jahr von der Regierung beschlossen wurde, das es nur noch in Ausnahmen „verkaufsoffene Sonntage“ geben darf. Weil ja die Leute am Sonntag in die Kirche und nicht zum Einkaufen gehen sollen. Ich persönlich finde, wenn Menschen am Sonntag Verbrecher verhaften, Kranke pflegen oder Bus fahren, sollten sie auch das Recht haben, an diesen Tagen einkaufen zu dürfen.

    Und statt der „Feiertage“ sollte es eben wie in den Schulen eine bestimmte Anzahl „disponible Ferientage“ bzw. Urlaubstage geben, die halt jeder Mensch – in Absprache mit seinem Betrieb – dahinlegen kann, wo er möchte. Wenn er religiöse Feiertage frei haben möchte, dann eben dahin und ansonsten eben wo anders hin. (Gäbe ja auch noch so was wie Geburtstage in der Familie oder Freundeskreis, Hochzeitstage und was weiß ich, das ebenso feiernswert wäre)

  9. #9

    Standard

    Hallo Sissy,

    da du ja bereits weist was wir an Pfingsten feiern lass ich das mal aus und komme gleich zu deiner Frage wie wir Pfingsten feiern. Wie du richtig bemerkst gibt es-abgesehen von regionalen Besonderheiten wie Pfingstbaum und Pfingstkirmes- keinen allgemein konsentierten Ritus für diesen Tag. Du unterschätzt jedoch den Kirchgang, welcher die eigentliche Feier ist, hier hören wir das Evangelium feiern die Eucharistie und hier wird oft, was an Pfingsten besonders ist, das Sakrament der Firmung gespendet. Den Grund für diese Feier, den du ja kennst, reicht für uns absolut als sinnstiftendes Element für einen Feiertag aus. Darüber hinaus ist es jedem selbst überlassen wie er seinen Tag verbringt. Ich persönlich mache gern einen Ausflug mit der Familie aber auch Zelten, Bier Trinken und Grillen finde ich gute Alternativen, an denen ich nichts Heidnisches finden kann.


    Nun noch einige Worte zu deiner berechtigten Frage warum ausgerechnet christliche Feiertage auch Gesetzliche sind. Die eigentliche Ursache hierfür ist eine über Jahrhunderte gewachsene Tradition, welche aus einer-noch nicht allzu weit zurückliegenden- Zeit herrührt in welcher das Volk nahezu gleichläufig war mit dem Kirchenvolk. Dein Vorbringen, dass das Christentum immer mehr an Bedeutung verliert und deswegen die alleinige Fixierung auf christliche Feiertage nicht mehr tragfähig ist, erscheint als griffiges Argument, dem in Zukunft noch mehr Bedeutung zukommen wird. Unabhängig davon genießen die Feiertage durch das Grundgesetz und die darin einbezogene Weimarer Verfassung einen besonderen Schutz als Tage der „Arbeitsruhe und seelischer Erhebung“ (Art.140 GG, Art. 139 WRV). Es wird niemand in Frage stellen, dass der Mensch solche Tage, wie auch immer er sie nützt, braucht. Zumindest was den Sonntag angeht wird ja wohl niemand-losgelöst von jeglicher Weltanschauung-diesen ernsthaft abschaffen wollen. Was die anderen Feiertage angeht nur zu! Ich hätte nur die Bitte sich vorher z.B. für Bayern 13 andere Gründe auszudenken, welche es wert sind als gesetzliche Feiertage geschützt zu werden .

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