huhu,
immer wieder trifft man auf Aussagen wie "der Mensch ist ein Schädling und es würde der Erde besser gehen, wenn er verschwände."
Diese Ansicht halte ich persönlich für menschenverachtend (natürlich ist sie das, was sollte sie anderes sein) und deshalb für zu mißbilligen. Ich halte sie auch für gefährlich, weil damit jedes erdenkliche Verbrechen legitimiert werden könnte (was in der Vergangenheit auch getan worden ist).
Ich möchte an dieser Stelle einmal die Frage nach dem kulturellen Hintergrund dieser Aussage stellen.
Meiner Beobachtung nach findet sich eine solche Haltung häufiger in Nord-, als in Südeuropa. Häufiger in Deutschland als sonst irgendwo, und tendenziell wohl auch häufiger in Nord-, als in Süddeutschland, häufiger in Ost-, als in Westdeutschland.
Meine Vermutung ist nun, daß diese Einschätzung direkt oder indirekt mit dem Lutherismus zusammenhängen könnte. In gewisser Weise ist das Christentum nämlich auch menschenverachtend, insbesondere der Lutherismus (alle Menschen seien Sünder etc...)
Oder ist diese Haltung ein Überbleibsel des preußischen Militärstaats (Friedrich Wilhelm I: "Hunde, wollt ihr ewig leben...?") Wobei dann wiederum zu fragen wäre, inwieweit nicht schon die preußische Pflichtethik ein Kind der lutheranischen Ideologie ist.
Endgültig geklärt habe ich diese Frage für mich jedoch noch nicht.
Weitere Deutungsversuche, Zustimmung bzw. die nicht zu vermeidende empörte Aufregung ist gern gesehen
In diesem Sinne
Greetz
ByteGhost


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