Thema: Gibt es Gott?

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Dankesbaum4Dankeschöns
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  1. #31

    Standard

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    Meinst Du? Es gibt und gab immer wieder Menschen, die ihren Glauben hinterfragten und ihm den Rücken kehrten, wenn sie merken, das sie damit nicht mehr leben können, genauso wie es auch Menschen geben, in deren Leben irgendetwas passiert, dass sie auf einmal an etwas glauben läßt, was sie davor nicht taten. Sicher gibt es viele, die im Allgemeinen mit ihrem Glauben oder Nichtglauben glücklich sind, aber ich denke es gibt genügend Beispiele für Menschen die ihren "Glaubens-Status" geändert haben...
    Ja, das was du sagst macht Sinn... Aber wenn jemand "merkt" das er mit einer Vorstellung nicht mehr Leben kann, dann ist es ja schon passiert... Es ist nicht so, dass er sich bewusst dafür entschieden hätte, etwas anderes zu glauben. Das gleiche gilt für einschneidende Erlebnisse im Leben. Es ist ein Unterschied ob man seinen Glaubensstatus geändert hat, oder ob man sich dazu entschieden hat ihn zu ändern, und ihn danach geändert hat. Von letzterem habe ich noch nie gehört.
    Nach Schopenhauer: „Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“

    Was diese Leute in den christlichen Glauben hineininterpretieren, hat mit meinem Glauben überhaupt nichts zu tun.
    Glaub ich dir aufs Wort.

    Was meine "Probleme mit meinem Glauben" angeht, so sehe ich die Beziehung zu Gott als genau das: eine Beziehung. Und für meine Vorstellung einer Beziehung (egal ob zu einem Partner, Vater, Bruder, was auch immer) gehört definitiv dazu, dass man sich auch zofft und aneinander reibt und der andere einem manchmal gestohlen bleiben kann. Und so gibt es immer wieder Dinge, die ich nicht verstehe und/oder die mich aufregen und/oder die ich schlichtweg nicht einsehen will, aber das ist für mich noch lange kein Grund, mit meinem "alten Herrn" zu brechen . Im Gegenteil, wenn man so einen "fight" mal wieder ausgefochten hat, weiß man oft noch besser, wo man hingehört.
    Ist bei mir ganz anders. Was die Grundlage meiner Überzeugungen anbelangt, so ist es vielleicht die Tatsache, dass sie sich ständig verändern. Ich glaube heute das eine und morgen was anderes. Einen festen Bestandteil gibt es nicht wirklich, nur die Dinge, die sich im Laufe meines Lebens dauerhaft als nicht falsch herausgestellt haben. Das sind zum größten Teil aber Banalitäten, von festen Überzeugungen oder gar Glauben braucht man da nicht zu sprechen. Mir ist einfach wichtig, dass ich keinen falschen Überzeugungen anhafte, weshalb ich meine selbigen hinterfrage und mich zunehmend mit anderen Perspektiven und besonders Gegenpositionen auseinandersetze. Da bin ich aber noch nicht ganz zufrieden mit mir. Meine Probleme mit dem was ich glaube sind also extrem allgegenwärtig, und eigentlich gar keine echten Probleme. Wenn ich Zweifel an einer meiner Überzeugungen habe, dann wird sie kurzerhand modifiziert, ersetzt oder ersatzlos gestrichen. Das ganze könnte man als Strategie zum Erkenntnisgewinn betrachten, aber als spiritueller Leitfaden funktioniert das auch wunderbar. Man weiß halt nie wann, wo und ob man überhaupt ankommt. Vielleicht ist das "Ankommen" aber auch nur eine Illusion, der man gar nicht hinter her jagen sollte. Wie heißts so schön im Zen-Buddhismus: "Der Weg ist das Ziel."

  2. #32

    Standard

    Zitat Zitat von Proletheus Beitrag anzeigen
    Was meine "Probleme mit meinem Glauben" angeht, so sehe ich die Beziehung zu Gott als genau das: eine Beziehung. Und für meine Vorstellung einer Beziehung (egal ob zu einem Partner, Vater, Bruder, was auch immer) gehört definitiv dazu, dass man sich auch zofft und aneinander reibt und der andere einem manchmal gestohlen bleiben kann. Und so gibt es immer wieder Dinge, die ich nicht verstehe und/oder die mich aufregen und/oder die ich schlichtweg nicht einsehen will, aber das ist für mich noch lange kein Grund, mit meinem "alten Herrn" zu brechen . Im Gegenteil, wenn man so einen "fight" mal wieder ausgefochten hat, weiß man oft noch besser, wo man hingehört.
    Aber um bei Deinem Beispiel zu bleiben, Beziehungen sind etwas das wir selbst beeinflussen können und wenn ich meiner Freundin oder meinem Partner nicht mehr vertraue oder mich von ihm hintergangen oder schlecht behandelt fühle – dann beende ich diese Beziehung! Ich gebe ja zu, bei Familienmitgliedern ist das was anders, aber auch da kann ich den Kontakt abbrechen, wenn ich mich damit nicht mehr wohl fühle.
    Und wenn ich eine Beziehung zu einem Gott hätte und merke, das ich ihn nicht verstehe oder mit dem was er verlangt nicht einverstanden bin… glaube ich dann noch wirklich? Der Unterschied zwischen wissen und glauben ist, das man das eine immer wieder ändern und überarbeiten kann, wenn es neue Erkenntnisse gibt, aber der Glaube einfach da sein muss.


    Aber es ist doch interessant, wie anders Du das siehst...

  3. #33

    Standard

    Ich bin zwar "Lutherisch Protestantisch" getauft, dennoch glaube ich nicht an den einen "Wahren Gott" so wie es die so genannte "Heilige Schrift" vorschreibt.
    Mein persönlicher glaube setzt sich aus diversen "Wald und Wiesen Religionen" zusammen. Welche alle Nachweislich älter sind als das Christentum.
    Auch wurde mittlerweile durch Theologen und Archäologen bewiesen das viele altertümliche Religionen, die so gut wie nie miteinander Kontakt hatten, an die selben Götter geglaubt haben. Auch wenn diese unterschiedliche Namen nutzten.
    So ähnlich (ausnahme: Kontakt) verhält es sich ja auch mit heutigen Religionen. Siehe Moslems und Christen. Beide Glauben an nur eine einzige Göttliche Macht, welche sie lediglich unterschiedlich benannt haben.

    Die Ursprüngliche Frage: Gibt es Gott? Kann man an sich so nicht stellen.
    Denn Gott wurde in den Heiligen Schriften (Egal welcher eingöttlichen Religion) nie Personifiziert. Es ist immer wieder die Rede davon, das die Protagonisten aus den unterschiedlichsten Kapiteln immer nur eine Göttliche Stimme gehört haben.
    Und so sprach Gott zu ...
    ... und Gott sprach zu Moses durch einen brennenden Dornenbusch.
    Solche und ähnliche vage aussagen aus den unterschiedlichsten Schriften sind noch kein beweis das es Gott wirklich gibt.
    Zugegeben, auch zu den diversen Göttern der "Wald und Wiesen Religionen" gibt es keine eindeutige beweise, ob sie je existiert haben. Es existieren lediglich Abbildungen und Götzen von denen, so wie die Menschen früher gedacht haben, das sie so aussehen.

    Natürlich kann man jetzt was die Altertümlichen "Wald und Wiesen Religionen" angeht auf den Zug der Pre-Astronautic aufspringen und alla "von Däniken" sagen die alten Götter waren Ausserirdische. Doch das würde, so denke ich, den Rahmen des ursprünglichen Topics sprengen.

    Sicherlich wird der eine oder andere jetzt sagen, das Gott laut der Bibel verboten hat eine Abbildung oder Statue seiner selbst zu erstellen. Doch da muss bedacht werden, das die vergangenheit selber gelehrt hat, das Gottesanhänger gerne mal gegen Göttliche Gebote verstoßen haben, ohne irgendwelche Strafen.
    Auch wenn es von Kirchenseite immer heißt "Gott hat es befohlen."
    Selbst gegen das Gebot: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben" wird quasi permanent verstoßen.
    Denn in diversen Monotheistischen Religionen wird der so genannte "Sohn Gottes", nahezu Gottgleich angebetet.

  4. #34

    Standard

    Zitat Zitat von Vandigra Beitrag anzeigen
    Sicherlich wird der eine oder andere jetzt sagen, das Gott laut der Bibel verboten hat eine Abbildung oder Statue seiner selbst zu erstellen. Doch da muss bedacht werden, das die vergangenheit selber gelehrt hat, das Gottesanhänger gerne mal gegen Göttliche Gebote verstoßen haben, ohne irgendwelche Strafen.
    Auch wenn es von Kirchenseite immer heißt "Gott hat es befohlen."
    Selbst gegen das Gebot: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben" wird quasi permanent verstoßen.
    Denn in diversen Monotheistischen Religionen wird der so genannte "Sohn Gottes", nahezu Gottgleich angebetet.
    Na dem entgehen die Christen eben davon, das sie ein „Götzenbildnis“ von Jesus am Kreuz bzw. Bilder diverser Heiligen anbeten. Der Mensch kann nicht anders. Letztlich glaubt jeder nur, was er sieht und so muss man sich seinen Gott eben sichtbar machen! Ob nun als Statue Bild oder ob man ihn – wie in den alten Religionen – eben in einen Baum, Feuer oder Sturm hineininterpretiert.

    Zitat Zitat von Vandigra Beitrag anzeigen
    Auch wurde mittlerweile durch Theologen und Archäologen bewiesen das viele altertümliche Religionen, die so gut wie nie miteinander Kontakt hatten, an die selben Götter geglaubt haben. Auch wenn diese unterschiedliche Namen nutzten.
    Das liegt daran, dass Alle Religionen auf einen Ursprung zurückzuführen sind. Unsere Uhrahnen haben die ersten Glaubensvorstellungen entwickelt noch lange bevor sie Ostafrika verlassen haben und den rest der Welt bevölkerten. Und jeder Mensch, der Afrika verlies nahm ein Stück dieser Urreligion mit sich, welche sich dann den dortigen Gegebenheiten anpasste und sich individuell weiterentwickelte…

  5. #35

    Standard

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Na dem entgehen die Christen eben davon, das sie ein „Götzenbildnis“ von Jesus am Kreuz bzw. Bilder diverser Heiligen anbeten. Der Mensch kann nicht anders. Letztlich glaubt jeder nur, was er sieht und so muss man sich seinen Gott eben sichtbar machen! Ob nun als Statue Bild oder ob man ihn – wie in den alten Religionen – eben in einen Baum, Feuer oder Sturm hineininterpretiert.
    Das die kein Bildnis von Gott anbeten, hab ich ja auch geschrieben. Mich wundert es nur, das die Christen eben jenes Gebot noch nicht gebrochen haben. Wie so viele Gebote zuvor.
    Bleiben wir bei meinem Beispiel mit dem Sohn Gottes.
    Eben jener wird Gottgleich angebetet. Auch wenn die Kirchenoberen wehement das gegenteil behaupten und von dem was sie sagen sogar überzeugt sind.
    Wenn man mal einige Predigten miterlebt hat und diese mal revue passieren lässt, sollte einem klar werden das in den Predigten mehr von Jesus gesprochen wird als von Gott.
    Natürlich haben die streng Gläubigen auch hierfür ihre ausreden. Welche sogar von den Kirchenoberen abgesegnet sind.
    Jesus repräsentiert Gott auf Erden
    Um nur mal eine zu nennen. Bei den Diversen anderen Heiligen aus der Bibel verhält es sich nicht anders.
    Somit legitimiert die Kirche den Glauben an ein Gott ähnliches Wesen bzw. an ein von Gott berührtes Wesen. Womit wir wieder beim Bruch des Gebotes mit anderen Göttern sind.


    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Das liegt daran, dass Alle Religionen auf einen Ursprung zurückzuführen sind. Unsere Uhrahnen haben die ersten Glaubensvorstellungen entwickelt noch lange bevor sie Ostafrika verlassen haben und den rest der Welt bevölkerten. Und jeder Mensch, der Afrika verlies nahm ein Stück dieser Urreligion mit sich, welche sich dann den dortigen Gegebenheiten anpasste und sich individuell weiterentwickelte…
    Das Afrika als "Wiege der Menschheit" bekannt ist, und sich dort sehr warscheinlich auch die ersten Menschenaffen/Säugetiere der Gattung Homo entwickelt haben, kann ich nicht widersprechen.
    Das allerdings sämtliche Religionen ebenfalls in Afrika ihren Ursprung haben sollen, vage ich allerdings zu bezweifeln.
    Denn dafür sind dann doch zu viele Religionen zu unterschiedlich um einen gemeinsamen ursprung zu haben.

  6. #36

    Standard

    Zitat Zitat von Vandigra Beitrag anzeigen
    Wenn man mal einige Predigten miterlebt hat und diese mal revue passieren lässt, sollte einem klar werden das in den Predigten mehr von Jesus gesprochen wird als von Gott.
    Natürlich haben die streng Gläubigen auch hierfür ihre ausreden. Welche sogar von den Kirchenoberen abgesegnet sind.
    Dann warst Du sicher in evangelischen Predigten. Da sie vor allem das neue Testament als Grundlage ihres Glaubens haben und in diesem geht es nun einmal primär um Jesus.

    Zitat Zitat von Vandigra Beitrag anzeigen
    Um nur mal eine zu nennen. Bei den Diversen anderen Heiligen aus der Bibel verhält es sich nicht anders. Somit legitimiert die Kirche den Glauben an ein Gott ähnliches Wesen bzw. an ein von Gott berührtes Wesen. Womit wir wieder beim Bruch des Gebotes mit anderen Göttern sind.
    Nur Jesus ist Gottes Sohn und repräsentiert Gott auf Erden. Die anderen durften nur sein Wort verkünden. Das ist ein unterschied. „göttlich“ ist neben Gott selbst in dem Fall tatsächlich nur sein Sohn. Erbrecht gewissermaßen!

    Aber warum erklär ich das hier eigentlich und nicht einer von unseren Christen hier?

    Zitat Zitat von Vandigra Beitrag anzeigen
    Das allerdings sämtliche Religionen ebenfalls in Afrika ihren Ursprung haben sollen, vage ich allerdings zu bezweifeln.
    Denn dafür sind dann doch zu viele Religionen zu unterschiedlich um einen gemeinsamen ursprung zu haben.
    Das liegt einfach an der immensen Zeitspanne die vergangen ist, seit die ersten Menschen aufbrachen. Die Letzten kamen erst vor nicht ganz 1000 Jahren auf irgendwelchen Pazifikinseln an. Und in so viel Zeit über so viele Generationen kann sich so eine in vielen Fällen nur mündlich überlieferte Religion schon sehr verändern. Überleg nur wie verschieden sich die Sprachen überall entwickelt haben und Sprachforscher sind sich auch sicher, dass die menschliche Sprache auf eine einzige vormenschliche Familie zurückzuführen ist, also einen gemeinsamen Ursprung hat. Genau wie die Religionen eben auch. Du musst da in größeren Dimensionen denken!

  7. #37

    Standard

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Dann warst Du sicher in evangelischen Predigten. Da sie vor allem das neue Testament als Grundlage ihres Glaubens haben und in diesem geht es nun einmal primär um Jesus.
    Wie ich schon schrieb bin ich Lutherisch Protestantisch getauft und Konfirmiert. Bei denen geht es nicht hauptsächlich nur am das NT, sondern zu gleichen teilen auch um das AT.
    Neben den Lutherischen Predigten habe ich auch Messen der Evangelisch-Reformierten sowie auch der Römisch-Katholischen miterlebt. Dank des Pfadfindervereins VCP habe ich auch gemeinsame Gottesdienste beider Religionen beiwohnen dürfen.


    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Nur Jesus ist Gottes Sohn und repräsentiert Gott auf Erden. Die anderen durften nur sein Wort verkünden. Das ist ein unterschied. „göttlich“ ist neben Gott selbst in dem Fall tatsächlich nur sein Sohn. Erbrecht gewissermaßen!
    Ich denke das Thema Götzenanbetung und andere Götter neben dem "Einen", können wir beenden. Da ich das gefühl habe, das wir uns da auf der Stelle drehen. und der/die eine dem anderen nicht nachgeben wird.

    So denke ich auch das, das Thema Afrika "Ursprung der Menschheit" nicht ganz zum Topic passt. Und eher was für einen eigenen Thread ist.

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Aber warum erklär ich das hier eigentlich und nicht einer von unseren Christen hier?
    Warscheinlich weil du schneller bist als die anderen.

    Für mich persönlich steht fest, das es Gott an sich nicht gibt. Genauso wenig die Götter aus antiken Religionen. Denn dafür wurde zu viel, was auf die existenz solcher Wesen schließen ließe, von der Wissenschaft wieder legt.
    Es wird mit sicherheit höhere Wesen geben, die es anscheinend vorziehen sich bedeckt zu halten. Aber ich würde sie nicht unbedingt Gott bzw. Götter nennen. (Stichwort: Prä-Astronautik)

  8. #38

    Standard

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    wenn ich meiner Freundin oder meinem Partner nicht mehr vertraue oder mich von ihm hintergangen oder schlecht behandelt fühle – dann beende ich diese Beziehung!
    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Und wenn ich eine Beziehung zu einem Gott hätte und merke, das ich ihn nicht verstehe oder mit dem was er verlangt nicht einverstanden bin… glaube ich dann noch wirklich?
    Zum Glauben an Gott gehört für mich die Erkenntnis (oder das "Zugeständnis", um mal ein bisschen tiefer zu stapeln), dass Gott unendlich weiser ist als der Mensch und dass, nur weil Dinge und Ereignisse in meinen Augen keinen Sinn ergeben oder gar vollkommen widersinnig sind, es noch lange nicht heißt, dass sie das für Gott nicht tun. Dass man sich im Leben manchmal von Gott verraten und verkauft fühlt, finde ich vollkommen normal (auch wenn das vielleicht bizarr kling für Andersdenkende). Oder wer kann mir sinnvoll erklären, warum die Ärztin, die ihr Leben lang in afrikanischen Slums für das Leben von Kindern kämpft, eine besonders fiese Sorte Krebs abkriegt und ihre letzten Lebensjahre in unerträglichen Schmerzen verbringen muss, während der Mafiaboss, der sein Leben lang nur Geld angehäuft und Menschen getötet hat, mit 85 fett in seinem eigenen Bett neben einer Prostituierten sanft entschläft? Sowas kann man nicht verstehen, und ja, sowas regt mich auf und alles in mir schreit nach meiner Vorstellung von Gerechtigkeit.

    Und genau da kommt der Glaube ins Spiel. Ich darf nämlich glauben und darauf vertrauen, dass Gott es richtig macht und machen wird. Das mag für viele nach der Feiglingsvariante oder nach "Opium fürs Volk" klingen, ist aber letztendlich der Inbegriff von Glauben (zumindest in der christlichen Variante), nämlich eben Vertrauen.

    Klar, wenn jemand mit den Glaubensinhalten gar nicht mehr zurecht kommt und die Kreuzigung für den letzten Schwachsinn hält und nicht an die Auferstehung glaubt und Gott ist ja sowieso nur ein Voyer uswuswusw, dann stellt sich natürlich die Frage, ob diese Person noch glaubt, aber hadern, zweifeln und schimpfen ist erlaubt, das kann er ab. Wäre ja auch ein ziemlich mikriger Gott, wenn er das NICHT könnte.

  9. #39

    Standard

    Soll jeder machen, wie er/sie meint. Ich halt das für ein veraltetes Sinnbild für eine Begründung, für alles schlimme, was passiert. Ungeschriebenes Regelwerk mit dem man versucht hat Ruhe, Ordnung und Anstand in Gesellschaften zu bringen. "Benimm dich, dann wird alles gut für dich."
    Ich glaub da nicht dran, dafür bin ich zu viel mit Naturwissenschaften groß geworden.

  10. #40

    Standard

    So kannst Du das nicht sehen! Es geht ja nicht nur um das "Schlimme" das passiert, sondern im Grunde um alles was geschieht. Der Mensch braucht den Glauben um die Welt um sich herum zu begreifen und die Hoffnung zu haben, etwas ändern zu können. Denn, wenn hinter dem Tod, hinter dem Regen usw eine denkende Entität steckt, wäre es möglich mit diese zu kommunizieren und zu etwas zu bewegen. Nichts anderes tun die Gläubigen auf aller welt, wenn sie zu den verschiedensten Göttern beten!

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