Thema: Gibt es Gott?

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Dankesbaum4Dankeschöns
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  1. #21

    Standard

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    Ja, ich muss sissy hier zustimmen. Gott hat den Menschen ja einen freien Willen gegeben, also ist er nicht für deren taten verantwortlich. Aber es gibt so viel Leid, welches der Mensch nicht ausgelöst hat, und Gott hat es nicht verhindert. Trotzdem ist er gütig, verzeihend, liebend. Jetzt kann jeder seine Schlüsse daraus ziehen, und mögen sie auch noch so kompliziert sein. Christen können noch so intelligent sein. Wenns um Gott geht, scheinen sie alles zu vergessen. Sie wollen einfach daran glauben, und was man will kann man sich nicht aussuchen.

  2. #22

    Standard

    Zitat Zitat von Proletheus Beitrag anzeigen
    Ich finde dieses Argument ziemlich merkwürdig. Wäre es dir lieber gewesen, wenn Gott Drohnen erschaffen hätte, die nach einem Programm funktionieren und nicht frei entscheiden können?
    Ja. Definitiv.

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Ich denke, es gibt eine „göttliche Kraft“ in allem. Eine Art Urenergie, die einen eigenen Willen besitzt und so das Leben beeinflusst. Es muss sie geben. Ich denke nicht, dass ich es „Gott“ nennen würde, oder gar dass es Sinn hätte Gebete in diese Richtung zu senden. Vielmehr, wenn es so ist, ist diese göttliche Kraft auch in uns und somit sind wir die einzigen, die unsere Gebete erhören können…
    Da ist mir der väterliche Onkel mit Rauschebart sogar noch lieber als diese Urenergie.
    Abgesehen davon ist es ja ganz nett, dass du soviel hinterfragen möchtest. Aber nur, weil es im Moment unerklärlich ist, muss doch da nicht überall eine Urenergie mit eigenem Willen hinterstecken. Überleg doch mal was die Menschheit vor 1000, 100 oder 10 Jahren gewusst hat. Dazwischen hätten schon soviele Urenergien, Götter oder sonstwas für Wesen dahinterstecken müssen, bis irgendwann einer das Rätsel gelöst hat und es doch nur wieder die schnöden, alten Naturgesetze waren.

  3. #23

    Standard

    Zitat Zitat von drhouse Beitrag anzeigen
    Überleg doch mal was die Menschheit vor 1000, 100 oder 10 Jahren gewusst hat. Dazwischen hätten schon soviele Urenergien, Götter oder sonstwas für Wesen dahinterstecken müssen, bis irgendwann einer das Rätsel gelöst hat und es doch nur wieder die schnöden, alten Naturgesetze waren.
    Natürlich sind es die Naturgesetze, aber eben die sind in dem Sinne die Manifestation von etwas göttlichem. Nich mehr nicht weniger!

  4. #24

    Standard

    Haha, okay. Dann glaub mal an solchen Unfug. Immernoch besser, als wenn du unter der Burka ein Hackebeil oder einen Bombengürtel versteckst.

  5. #25

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    Der Vergleich ist ein bisschen extrem für "immer noch besser als"... Auf der einen Seite hast du Sissy, die sich an der Stelle, wo es mit Beweisen und Indizien aufhört weiterhin Gedanken macht, und ihre individuellen Vorstellungen in Worte fasst, und aus Verständlichkeitsgründen die durchaus naheliegende Metapher "Gott" verwendet. Und auf der anderen Seite Leute die sich unreflektiert einer Massenreligion hinschmeißen, und ohne nachzudenken dabei über Leichen gehen.

    Wer das zeug glaubt, was alle in seinem sozialen Umfeld glauben, und der "aus Prinzip" nicht von seinem Glauben abweichen will, weil es zum Teil unangenehme Konsequenzen haben könnte, den sollte man auslachen... Leute die sich von den ganzen Fertig-Instant-Gefriergetrockneten Religionen abgekehrt haben und ihr eigenes Süppchen kochen haben mehr Respekt verdient.

    Es geht hier ja nicht darum gegen die vier Buchstaben g, o, t, t in der Reihenfolge zu wettern. Dass in dem Wort, dem Laut oder was auch immer schon die Essenz seiner Bedeutung enthalten ist, wird ja wohl niemand hier glauben. Es hängt immer von dem Zusammenhang ab, in dem das Wort verwendet wird, und wie schon vorher gesagt, hat jeder eine andere Vorstellung von Gott... Wahrscheinlich ist es sogar eines der Wörter, deren Bedeutungen für die Individuen sich am stärksten von einander unterscheiden, wenn man mal Hinz und Kunz fragt. Deswegen müsste man die Frage vielleicht konkretisieren und gleich fragen: Gibt es den persönlichen Gott?

    Soweit ich weiß glauben nur noch 30% der Protestanten daran, dass Gott eine Person ist... Was ich ... naja zumindest interessant finde.

  6. #26

    Standard

    Also ich glaube an einen persönlichen Gott, und ich möchte an dieser Stelle mal eine Lanze für die "Fertig-Instant-Gefriergetrockneten Religionen" brechen (der Ausdruck hat Charme ). Ich wage mal zu behaupten, dass man in deine (baedr) Aussage hineininterpretieren kann, dass diejenigen, die einer der klassischen Weltreligionen nachgehen, es sich ziemlich einfach machen, während die "Exoten" richtig ranklotzen. Ich kann das so nicht unterschreiben. Wenn man es ernst nimmt, kann es verdammt anstrengend sein, z.B. an den christlichen Gott zu glauben. Im Gegensatz zu vielen amorphen Wald-und-Wiesen-Kräften - wie man sie auf dem esoterischen Markt zuhauf findet - von denen man zwar beliebig profitieren kann, die aber praktisch keine Ansprüche an den Gläubigen stellen (Achtung: bewusste Pauschalisierung ), ist der christliche Gott ein verbindlicher Gott, der teils ziemlich konkrete Ansprüche stellt. Ok, der Glaube an diesen Gott wurde mir in die Wiese gelegt, aber nur weil ich ihn nicht auf den Mond geschossen habe, heißt das noch lange nicht, dass ich mich nicht daran reibe und öfters mal meine Probleme damit habe. An manchen Facetten meines Glaubens habe ich bis heute zu knabbern, mal ganz zu schweigen vom "Bodenpersonal", welches mich in regelmäßigen Abständen in Rage versetzt. Aber ich schweife ab. Kurz: ich finde es viel einfacher, sich einen maßgeschneiderten DIY-Glauben zusammenzuschustern, der perfekt zu einem passt und an den man nicht aneckt.

  7. #27

    Standard

    Zitat Zitat von Proletheus Beitrag anzeigen
    Kurz: ich finde es viel einfacher, sich einen maßgeschneiderten DIY-Glauben zusammenzuschustern, der perfekt zu einem passt und an den man nicht aneckt.
    Einfacher? Nun für die klassische gelangweilte Hausfrau, die irgendwann mal im Buchladen auf der Suche nach Schmuddelbüchern in der Esoterik-Abteilung landet und daraus ihr neues Hobby macht, mag das stimmen. Aber das als Religion zu bezeichnen wäre fast eine Beleidigung für die Menschen, die wirklich glauben!

    Aber viele von diesen „amorphen Wald-und-Wiesen-Kräften“ wie Du Dich ausdrücktest, wurden schon lange vor dem christlichen Gott verehrt und sind nur deshalb vielerorts in Vergessenheit geraten, weil sie nicht so militant sind wie gewisse andere Religionen. Und ja auch diese Religionen haben ihre Regeln und Gesetze, an die man sich zu halten hat – bzw. gern hält.

    Und Natürlich sollte jeder Mensch den Glauben finden, der zu ihm passt. Glauben ist wie Liebe, das ist doch nichts das man sich aufzwingen lassen sollte. Und bei etwas so wichtigen wie Religion (für das Menschen sterben und Morden) ist es schon verwerflich kleine Kinder ohne ihr Mitspracherecht zu taufen und somit an einen Gott zu binden. Dafür gibt es die Religionsfreiheit ab 14. Damit Kinder mit diesem Alter entscheiden können, welcher Religion sie sich zugehörig fühlen, wenn überhaupt.

    Ich für meinen Teil habe irgendwann begriffen, das ich im Gegensatz zu meinen atheistischen Eltern sehr wohl an etwas glaube und habe mich über viele Jahre mit Religionen im allgemeinen und den unterschiedlichsten im Besonderen beschäftigt. Wobei das Christentum sehr schnell abgehackt wurde. Es wundert mich immer noch, dass Menschen, die sich mal die Arbeit machen, die Bibel zu lesen, sich danach wirklich noch zu diesem Gott bekennen können. Ich denke daraus ist nur eine Weltreligion geworden, weil es unter der „Konvertiere oder stirb!“- Methode in die Letzten Winkel der Welt geschleppt wurde.

    In diesem Zusammenhang frage ich mich, ob Deine Religion denn die Richtige für Dich ist, wenn Du so viele Probleme damit hast?

  8. #28

    Standard

    Kurz: ich finde es viel einfacher, sich einen maßgeschneiderten DIY-Glauben zusammenzuschustern, der perfekt zu einem passt und an den man nicht aneckt.
    In diesem Zusammenhang frage ich mich, ob Deine Religion denn die Richtige für Dich ist, wenn Du so viele Probleme damit hast?
    Seinen Glauben oder Nichtglauben sucht man sich doch nicht aus... Ich bin so ziemlich hardcore was den Nichtglauben betrifft... Also alles Übernatürliche, irgendwelche ausgeschmückten Annahmen über die Wirklichkeit glaube ich alles nicht, das muss von außen alles ziemlich trocken aussehen. Meine Skepsis an allem geht schon soweit, dass ich manchmal das Gefühl habe, etwas wesentliches zu übersehen, Skepsis an der Skepsis sozusagen... Naja ich hab mir das jedenfalls nicht ausgesucht. Wenn ich jetzt aber zu nem Geistlichen gehe, dann kann mir der auch nicht weiterhelfen, weil ich an der Ausfahrt schon vor Ewigkeiten vorbei bin, zu weit um umzukehren. Wo mich das hinführt, keine Ahnung, aber leicht ist das auch nicht, und "maßgeschneidert" auch nicht. Es ist halt wie es ist, ich hab nicht das Gefühl, dass es an irgendeiner Stelle eine "Entscheidung" war...

    Aber in einer geborgenen religiösen Gemeinde zu leben, wo alle zusammenhalten, alle etwas Gemeinsames haben, der Kreis der Familie ausgeweitet wird, das ist sicher was tolles für das Individuum... Die Allgemeinheit profitiert davon jedoch eher nicht.

  9. #29

    Standard

    Zitat Zitat von baedr Beitrag anzeigen
    Seinen Glauben oder Nichtglauben sucht man sich doch nicht aus...
    Meinst Du? Es gibt und gab immer wieder Menschen, die ihren Glauben hinterfragten und ihm den Rücken kehrten, wenn sie merken, das sie damit nicht mehr leben können, genauso wie es auch Menschen geben, in deren Leben irgendetwas passiert, dass sie auf einmal an etwas glauben läßt, was sie davor nicht taten. Sicher gibt es viele, die im Allgemeinen mit ihrem Glauben oder Nichtglauben glücklich sind, aber ich denke es gibt genügend Beispiele für Menschen die ihren "Glaubens-Status" geändert haben...

  10. #30

    Standard

    Das mit der Missionierung a là "Konvertiere oder stirb!" fällt für mich persönlich unter dem, was ich oben mit "Bodenpersonal" gemeint habe. Unzählige Greueltaten wurden mit dem christlichen Glauben gerechtfertigt, und das perverse Bestreben, Gewalt gegen andere mit dem christlichen Glauben zu begründen, wird wohl nie aussterben. Aber diejenigen, die so denken und handeln, liegen schlichtweg falsch, so einfach ist das. Was diese Leute in den christlichen Glauben hineininterpretieren, hat mit meinem Glauben überhaupt nichts zu tun.
    Was meine "Probleme mit meinem Glauben" angeht, so sehe ich die Beziehung zu Gott als genau das: eine Beziehung. Und für meine Vorstellung einer Beziehung (egal ob zu einem Partner, Vater, Bruder, was auch immer) gehört definitiv dazu, dass man sich auch zofft und aneinander reibt und der andere einem manchmal gestohlen bleiben kann. Und so gibt es immer wieder Dinge, die ich nicht verstehe und/oder die mich aufregen und/oder die ich schlichtweg nicht einsehen will, aber das ist für mich noch lange kein Grund, mit meinem "alten Herrn" zu brechen . Im Gegenteil, wenn man so einen "fight" mal wieder ausgefochten hat, weiß man oft noch besser, wo man hingehört.

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